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  • Beitrag zuletzt geändert am:26. Juli 2022

OnPage und OffPage Optimierung in der SEO

Suchmaschinenmarketing (Search Engine Marketing, SEM) ist ein Teilgebiet des Online-Marketing. Es umfasst alle Maßnahmen zur Gewinnung von Besuchern für deine Webpräsenz über Suchmaschinen.

Suchmaschinenmarketing wird unterteilt in Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising, SEA) und Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO). Häufig wird SEM auch noch als Synonym für Suchmaschinenwerbung verwendet, was sich auf die Einblendung von Werbe-Anzeigen, sog. Sponsorenlinks (Paid Listing), die nach dem Prinzip des Keyword-Advertising auf der Suchergebnisseite dargestellt werden, bezieht.

Onpage-Optimierung in der SEO

OnPage-Optimierung ist Teil der der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO). Sie bezieht sich auf die Optimierung von zentralen technischen, inhaltlichen und strukturellen Aspekten einer Website (=on page, dt. auf der Seite). Ziele der OnPage-Optimierung sind: Verbesserung deiner Sichtbarkeit in den Suchergebnissen von Suchmaschinen und die Verbesserung der Nutzererfahrung (User Experience).

Die OnPage-Optimierung wird auch OnSite-Optimierung genannt und bildet gemeinsam mit der OffPage-Optimierung die Suchmaschinenoptimierung.

Von der OnPage-Optimierung können auch andere Maßnahmen im Online Marketing wie SEA profitieren.

Die Onpage-Optimierung ist Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung und umfasst alle Maßnahmen, die direkt an einer Website vorgenommen werden und zur Steigerung von Sichtbarkeit, Rankings oder Conversions führen sollen.

Hier spielt dein Content eine wichtige Rolle, ebenso wie technische Aspekte. Sorge für einen guten Quellcode und verbessere die interne Verlinkung im Zuge deiner Onpage-Optimierung.

Ohne Analyse und Monitoring keine Optimierung

Onpage-Optimierung ist ein Zusammenspiel aus vielen Einzelfaktoren. Die Voraussetzung für eine strukturierte Verbesserung deiner Ziele sind genaue Analysen, und ein regelmäßiges Monitoring. Lege also ein klares Ziel und eine Struktur für deine Website fest, um in Folge deinen Content leichter zu optimieren.

Planlos durchgeführte Maßnahmen können eher zum gegenteiligen Effekt führen, vor allem, wenn z.B. stabile Keyword-Rankings einbrechen oder Conversions rückläufig werden.

Bestandteile der Onpage-Optimierung

Es gibt keine feste Vorgehensweise bei der Onpage-Optimierung. Jedoch sollten die Maßnahmen und Analysen so umfassend wie möglich sein, um alle Stellschrauben für bessere Rankings (oder andere KPI) zu verwenden.

Auch wenn es keine festgelegten Bestandteile oder Strukturen für die Onpage-Verbesserung von Websites gibt, soll die hier vorgestellte Auflistung möglichst alle Elemente kurz skizzieren und in vier große Bereiche einteilen.

Technik

Hierunter lassen sich alle wesentlichen technischen Bestandteile einer Website subsumieren.

Servergeschwindigkeit

Weil die Ladegeschwindigkeit deiner Website u.a. von der Bewertung durch Suchmaschinen betroffen ist, gehört die Serverantwortzeit auch zur Onpage-Optimierung.

Quellcode

Ein aufgeräumter Quellcode kann zur besseren Leistung der Seite beitragen. Überflüssige Codeschnipsel können z. B. entfernt oder bestimmte Elemente komprimiert werden, um z. B. dem Googlebot die Arbeit beim Indizieren zu vereinfachen.

IP-Adressen

Hierüber lässt sich z.B. ermitteln, ob Bad Neighbourhood besteht. Optimal ist immer eine eigene IP-Adresse für ein Webprojekt. Das signalisiert an Google und andere Suchmaschinen, dass es sich um eine besondere Seite dreht.

Content

Unter Content werden hier nicht nur die sichtbaren Elemente wie Texte oder Bilder gefasst, sondern auch die für den User zunächst unsichtbaren wie Alt-Tags oder Meta-Angaben.

Text

Früher erfolgte die Optimierung von Text auf Basis der Keyword-Dichte. Heute wird sie im ersten Schritt durch die Termgewichtung mit WDF*IDF-Tools und – noch tiefergehend – durch Topic-Cluster-Analysen bezüglich Proof und Relevant Terms abgelöst. Ziel deiner Textoptimierung sollte sein, den jeweiligen Text nicht nur auf ein einzelnes Keyword zu optimieren, sondern ganze Keyword-Wolken auszurichten, weil du damit dein Gesamtthema möglichst treffend und holistisch darstellen kannst. Die Optimierung von Texten ausschließlich auf die Bedürfnisse von Suchmaschinen ist heute weitgehend überholt.

Textstruktur

Absätze, Bullet-Point-Listen, H-Überschriften-Tags sowie die Fettung oder Kursivschreibung einzelner Satzelemente oder Wörter gehören z. B. in diesen Bereich. Passender Beitrag: Copywriting

Bilder

Du kannst Bilder aller Art als wichtige Content-Elemente optimieren. Deine Bilder sind wichtig, um deinen Content relevanter zu machen. Sie können zu guten Rankings in der Bildersuche beisteuern. Zudem steigerst du die Attraktivität der Zielseite für den User. Bildergalerien auf deiner Website sind ein Vorteil, weil du damit die Verweildauer deiner Besucher steigerst. Denke auch daran den Dateiname von Bildern zu optimieren.

Videos

Für Videos gilt das gleich wie für Bilder. In noch stärkerem Maße sollten SEOs und Webmaster hier jedoch darauf achten, dass die Bewegtbildinhalte auch abrufbar sind.

Meta-Angaben

Meta Title als rankingrelevantes Seitenelement und die Meta Description als indirekter Faktor zur Steigerung der CTR („Click Through Rate“) in den SERPs (Suchergebnisseiten) sind wichtige Bestandteile der Onpage-Optimierung. Auch wenn sie auf den ersten Blick für den User nicht sichtbar sind, werden sie hier zum Content gezählt, da sie in engem Zusammenspiel mit Text und Bild optimiert werden sollten, um eine größtmögliche Homogenität in Bezug auf Keywords und Thema zu erreichen.

Interne Verlinkung und Struktur

Durch die interne Verlinkung lässt sich der Besuch eines Bots steuern und zugleich die Navigation für den User optimieren.

Logischer Aufbau und Crawltiefe

Achte bei der Erstellung deiner Menüs darauf, dass die Hierarchie deiner Website nicht mehr als 4 Ebenen umfasst. Weil ein Suchmaschinen Bot Unterseiten mit weniger Ebenen schneller crawlen kann.

Interne Verlinkung

Hierüber lässt sich zum einen die Verteilung des Linkjuice steuern und zum anderen die Relevanz einer Unterseite in Bezug auf ein bestimmtes Keyword erhöhen. Deine gute Seitenstruktur sorgt für Ordnung, und der navigierende User sowie für die Suchmaschinencrawler, werden es belohnen.

Kanonisierung

Um doppelten Content zu vermeiden, solltest du z. B. die vorhandenen canonical-Tags überprüfen oder deine Seiten mit dem noindex-Attribut versehen.

URL-Struktur

Damit wird überprüft, ob SEF-URLs verwendet werden und ob deine vorhandenen URLs logisch aufeinander aufbauen. Darüber hinaus kann auch die URL-Länge Bestandteil der Onpage-Optimierung sein.

Fokussierung

Nicht wichtige Inhalte, die für den Google-Index wertlos sind, solltest du mit dem robots-Metatag per „noindex“ für die Aufnahme in den Suchergebnissen sperren.

Design

Das Design einer Website steht heute vielfach im Zeichen der Usability. Aufwändige Grafiken (z. B. mit Flash), werden häufig zugunsten einer höheren Funktionalität der Seite durch schlichte Grafiken ersetzt. Gleiches gilt z. B. auch für JavaScript-Anwendungen.

Mobile Optimierung

Hier werden die Inhalte der Desktop-Version so angepasst, dass sie auch mit Smartphones oder Tablets problemlos abgerufen werden können.

Dateigrößen

Zu große Bilder oder Grafiken können die Ladezeit der Website drastisch erhöhen. Im Rahmen der Onpage-Optimierung sollten SEOs und Grafikdesigner die Dateigrößen so klein wie möglich halten.

Call-to-Action

Achte darauf dass diverse Seitenelemente deinen User zum Handeln und Interagieren mit deiner Website animieren.

Für die Analyse von Websites bietet Google Tools wie die Google Search Console.

Quelle: Ryde Wiki

OnPage Optimierung für deinen Blog – Beispiel

Um vollständig optimiert zu sein und deinen Blog-Artikeln zu helfen, in den Suchergebnissen höher zu ranken, sollte dein Fokus-Keyword in allen folgenden „OnPage“-SEO-Bereichen erscheinen. Diese sind:

  • URL
  • Seitentitel
  • Abschnittsüberschrift
  • Unterüberschriften
  • Hauptinhalt
  • Bild ALT-Text
  • Meta-Beschreibung

Nehmen wir zur Veranschaulichung an, dass du einen neuen Artikel erstellst, der sich um das Schlüsselwort „Personal Branding“ dreht:

Seitentitel (H1) (Max. 70 Zeichen):  Personal Branding mit Doreen Anette Ullrich in der Digital Coach Academy

Abschnittsüberschrift (H2):  Wie kann die Ausbildung zum Personal Branding Architect in der Digital Coach Academy zur Verbesserung deiner Sichtbarkeit beitragen?

Seiten-URL:  http://www.digital-coach-academy.com/personal-branding

Hauptinhalt (innerhalb der ersten 200 Wörter): Ein effektives Personal Branding kann dazu beitragen, deine Sichtbarkeit und deine Verdienstmöglichkeiten zu verbessern.“

Image ALT-Text:  Personal Branding für mehr Sichtbarkeit mit Doreen Anette Ullrich (Digital Coach Academy)

Meta-Beschreibung  (Max. 150 Zeichen):  Erfahre mehr darüber, wie Personal Branding in der Digital Coach Academy zur deiner Sichtbarkeit zugute kommen kann.

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